Nature [continues]

Nature [continues]
Düsseldorf, 3. Mai 2026

In Folie eingeschweißte und konservierte Pflanzen aus den 1970er Jahren

Helmut Schweizer (*1946) ist ein deutscher Künstler, der seit vielen Jahren in Düsseldorf lebt und seit den 1970er Jahren als Konzept- und Aktionskünstler Anerkennung erfahren hat. Er nahm u.a. an der documenta IX in Kassel teil und ist in internationalen Sammlungen vertreten.

Nature [continues]Anlässlich seines 80sten Geburtstag zeigt das Museum für Europäische Gartenkunst im Düsseldorfer Schloss Benrath zahlreiche seiner Werke aus fünf Jahrzehnten künstlerischen Schaffens.

Schweizer gehört zu einer Generation, deren Blick auf Natur und Fortschritt durch historische Ereignisse geprägt wurde – von den atomaren Katastrophen des 20. Jahrhunderts in Hiroshima und Tschernobyl bis hin zu den ökologischen Herausforderungen der Gegenwart.

Seit den 1970er Jahren setzt sich Schweizer in seinen Arbeiten mit der Natur als schöpferischer und zugleich zerstörerischer Kraft auseinander. Seine ungewöhnliche Methode, Pflanzen nicht zu pressen oder zu trocknen, sondern in transparente Polyethylen-Folien einzuschweißen, führte zu experimentellen Herbarien, die sich über Jahrzehnte hinweg zu faszinierenden Zeitkapseln entwickelt haben.

Nature [continues]Während manche Pflanzen in ihren Hüllen langsam zerfallen, erscheinen andere nahezu unverändert und bewahren Spuren ihres Chlorophylls. So entstehen eindrucksvolle Bilder von Leben, Zeit und Vergänglichkeit. Diese Arbeiten thematisieren Natur als eigengesetzliche, unberechenbare Macht – als Ursprung von Schönheit und Leben ebenso wie als Ort von Risiko und Zerstörung. 

Wie kein zweiter europäischer Künstler seiner Zeit durchdringt und reflektiert Schweizer dabei die physikalischen, biochemischen und nuklearen Dimensionen der Natur und überführt dieses Wissen in Schönheit, Atmosphäre und Mahnung. Seine Arbeiten respektieren die Natur als eine Instanz, die sich nicht zwingen lässt und in deren Geschichte der Mensch nur eine Episode gewesen sein wird. Daher der Ausstellungstitel „nature [continues]“.

( Michael Tischer )

Neue Fahnen im Wind

Neue Fahnen im Wind
Büttgen, 2. Mai 2026

Mit den alten, nun abgehängten Fahnen wird auch der Winter verabschiedet. Die neuen Fahnen stehen für die Lebenskraft des Frühlings.

Einmal im Jahr muss ich die tibetischen Gebetsfahnen bei mir im Garten wechseln, weil sie der Wind zerfasert hat. Freunde fragen mich manchmal, warum ich nicht stabilere Fähnchen kaufe, aber genau darum geht es ja: Die Fähnchen sind Symbole der Vergängnis und es ist der Wind, der die darauf gedruckten Mantras und Segenswünsche in die Welt tragen soll. Auf dass sie Glück und Wohlergehen bringen mögen. Die Farben Blau, Weiß, Rot und Grün und Gelb sind dabei übrigens nicht willkürlich gewählt, sondern stehen nach tibetischer Tradition für die fünf Elemente Wasser, Äther, Feuer, Luft und Erde.

( Michael Tischer )

Erdbeer-Spargel-Salat auf Rucola

Erdbeer-Spargel-Salat auf Rucola
Büttgen, 1. Mai 2026

Den Spargel sieht man hier gar nicht, weil er sich unter dem Rucola versteckt …

Heute gibt es bei uns eine ganz besondere Kombination aus den drei In-Gemüsen der Saison: Weißer Spargel, grüner Spargel und Erdbeeren. Das Ganze auf Rucola-Salat mit Pinienkernen garniert und einer zuckersüßen weißen Vinaigrette. Obenauf gibt’s ordentlich frisch gemahlenen Pfeffer. Hört sich exotisch an und schmeckt auch durchaus ungewohnt – aber mundet!

( Michael Tischer )

War das ein wunderbarer April

War das ein wunderbarer April
Büttgen, 30. April 2026

Sonnenuntergang nach einem herrlichen Frühlingstag

Heute Nacht geht mit einem strahlenden Vollmond ein außergewöhnlicher April zu Ende. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir im Ostermonat zuletzt so viel Sonne, blauen Himmel und so wenig Regen hatten. Das Wetter war einfach durchweg bezaubernd, während sich die Natur voll entfaltet hat. Überall blüht es und dazwischen die Vöglein voll am Zwitschern, auch in unserem Garten.

Lange Hochdruckphasen in Verbindung mit trockener Festlandsluft sorgten nicht nur für außergewöhnlich viele Sonnenstunden, sondern in vielen Regionen auch für wenig Niederschlag. Auch bei uns muss es bald mal wieder regnen. Die ersten Bauern haben bereits begonnen, die künstlichen Beregnungsanlagen auf ihren Feldern in Gang zu setzen. Genügend Grundwasser dafür ist nach einem feuchten Winter glücklicherweise vorhanden.

Die Temperaturen in den vergangenen Wochen waren vor allem tagsüber frühlingshaft mild, wohingegen sie nachts bei klarem Himmel deutlich abfielen. Mir ist auf meinen Abendrunden nach Sonnenuntergang manchmal ganz schön frisch geworden. Aber es war herrlich draußen bei uns in den Feldern und den Baumschulen. Auch wenn ich gerade schwer mit Liebeskummer zu kämpfen habe, dieses Aprilwetter konnte ich wirklich genießen.

( Michael Tischer )

Sammlung Scharf

Sammlung Scharf
Düsseldorf, 30. April 2026

Eintritt in die Ausstellung

Nach ihrer viel beachteten Präsentation in der Berliner Nationalgalerie ist die bedeutendste deutsche Privatsammlung des französischen Impressionismus und Post-Impressionismus derzeit im Düsseldorfer Kunstpalast zu sehen – ergänzt um zahlreiche Exponate aus der hauseigenen Sammlung.

Die Scharf Collection geht auf einen Zweig der renommierten Berliner Sammlung Otto Gerstenbergs (1848–1935) zurück. Gerstenberg trug hochkarätige Werke unter anderem von Edgar Degas, Claude Monet und Auguste Renoir zusammen, welche später an die Scharf-Famile verkauft wurden und die Ausrichtung der heutigen Scharf Collection auf den französischen Impressionismus begründeten.

Tatsächlich gibt es kaum einen wegweisenden Namen der Moderne, der nicht in dieser Sammlung vertreten ist, die vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht. Neben Meisterwerken von Claude Monet, Auguste Renoir, Paul Cézanne und Pierre Bonnard werden auch Arbeiten von Henri de Toulouse-Lautrec und Henri Matisse gezeigt.

Die Ausstellung in Düsseldorf versammelt mit rund 180 Objekten Gemälde, Arbeiten auf Papier und Skulpturen aus drei Jahrhunderten. Sie zeigt nicht nur eine Bandbreite von Möglichkeiten der Malerei, sondern auch, wie Künstler und Künstlerinnen immer wieder voneinander lernen, aufeinander Bezug nehmen und künstlerische Ideen weiterentwickeln.

( Michael Tischer )

Drei Monate auf Beta-Glucan

Drei Monate auf Beta-Glucan
Büttgen, 29. April 2026

Beta-Glucane sind in der Hülle von Hafer, Gerste und Hefe enthalten

Nahrungsergänzungsmittel sind ein riesiger Markt. Mir fiel das erstmals in den frühen 2000er Jahren auf, als ein Anbieter aus diesem Segment begann, regelmäßig einen der teuersten Werbeplätze im deutschen Print-Bereich mit seinen Anzeigen zu füllen: die Rückseite des ADAC-Magazins.

Durch das wachsende Gesundheitsbewusstsein ist die Nachfrage seitdem noch einmal explosionsartig angestiegen. Der Umsatz mit Nahrungsergänzungsmitteln für das Jahr 2026 wird allein in Deutschland auf 2 Milliarden Euro taxiert.

Ich halte eigentlich nichts davon. Viele versprochene Wirkungen sind medizinisch fragwürdig und in den meisten Bereichen liefert eine ausgewogene und vernünftige Ernährung unserem Körper alles, was er braucht.

Doch nun bin ich selbst auf ein Nahrungsergänzungsmittel gekommen, und zwar auf eines, dessen Wirksamkeit von der EU-Gesundheitsbehörde amtlich testiert ist: Beta-Glucan.

Das ist der Stoff aus der Schale von Gerste, Hefe und Hafer, der maßgeblich zur Gesundheitswirkung eines täglichen Haferfrühstücks beiträgt. Beta-Glucane legen sich wie eine Schutzschicht um die innere Darmwand. Wissenschaftlich nachgewiesen sind die positiven Auswirkungen auf Verdauung, Cholesterinspiegel und Immunsystem,

Das will ich jetzt einmal ausprobieren. Und weil ich nicht frühstücke und Haferbrei deshalb für mich nicht infrage kommt, nehme ich stattdessen täglich 1,5 Gramm Beta-Glucan in Kapselform zu mir. Der nächste große Blut-Check beim Hausarzt wird zeigen, ob sich dadurch tatsächlich eine Veränderung ergibt. Bis dahin bleibe ich in diesem Selbstversuch neugierig, aber skeptisch.

( Michael Tischer )