
Zwei Werke von Rebecca Horn
Der Skulpturenpark Waldfrieden des Bildhauers und früheren Kunstprofessors Tony Cragg in Wuppertal ist immer wieder einen Besuch wert. Heute war ich zum ersten Mal seit drei Jahren dort, um zu schauen, was sich im Park getan hat und welche Objekte in den Wechselausstellungen aktuell gezeigt werden.
Noch bis Ende August 2026 ist die 2024 verstorbenen Künstlerin Rebecca Horn mit 13 teils großformatigen Skulpturen, Installationen und interaktiven Kunstwerken vertreten.Die retrospektiv angelegte Schau vereint Werke aus vier Jahrzehnten und zeigt in allen Ausstellungshallen sowie in der Villa Waldfrieden das vielseitige, medienübergreifende Schaffen einer der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.
Die Arbeit an ihren ersten Körperskulpturen, die sie während ihres Studiums an der Hochschule für bildende Künste Hamburg in den 1960er-Jahren als Kunststoffabformungen umsetzte, führten aufgrund der im Verarbeitungsprozess entstandenen giftigen Dämpfe zu einem langen Krankenhausaufenthalt der Künstlerin.
Aus dieser Erfahrung der Isolation sind Rebecca Horns Körperextensionen entstanden: Objekte, die den menschlichen Körper erweitern und die Horn in Performances präsentierte. Die Thematik von Fragilität, Verletzlichkeit und die räumliche Begrenzung menschlicher Existenz wurde zum zentralen Gegenstand ihres künstlerischen Werks.
Rebecca Horns Arbeiten sind weltweit ausgestellt worden. 1972 präsentierte sie bei der Documenta 5 erstmals ihre Körperextensionen. Bereits 1993 erhielt sie – als erste weibliche Künstlerin – im New Yorker Guggenheim Museum eine Retrospektive. Horn wurden im Verlauf ihres Schaffens zahlreiche internationale Auszeichnungen und Preise verliehen, darunter zuletzt: Praemium Imperiale for Sculpture (Tokio, 2010), Grande Médaille des Arts Plastiques (Paris, 2011), Orden pour le mérite für Wissenschaften und Künste (Berlin, 2016) und Wilhelm-Lehmbruck-Preis (Duisburg, 2017).
Insbesondere Horns Installation „Turm der Namenlosen“ von 1994, der auf das Schicksal der Menschen in Sarajewo während des Bosnienkriegs 1992 bis 1994 eingeht, beeindruckt mich sehr und ich hatte dieses Werk auch schon einmal auf einer Ausstellung gesehen. Ich glaube in Berlin.



In dem architektonisch wunderbar gelungenen Arp Museum werden 45 Werke aus sieben Jahrzehnten gezeigt – von frühen Nagelobjekten über kinetische Installationen bis zu späten Serien, die Ueckers spirituelle Haltung und sein humanistisches Weltbild spiegeln.


