Danke, Mister Trump

Danke, Mister Trump
Büttgen, 19. April 2026

Entwicklung der Diesel-Preise in den vergangenen 3 Jahren

Die Kapriolen der Spritpreise seit dem Beginn des USA-Iran-Krieges spiegeln sich in meiner privaten Spritpreis-App eins-zu-eins wider. Zur Erinnerung: Jede Viertelstunde fragt die App die Dieselpreise an vier repräsentativen Tankstellen in meiner Umgebung via Internet ab. Bei Tag und bei Nacht, sieben Tage in der Woche, durchgängig seit Anfang 2023.

Die Visualisierung der Preisentwicklung in der App zeigt eindeutig: Straße von Hormus dicht – der Spritpreis geht brutal in die Höhe. Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges – der Spritpreis sinkt ein wenig. Der Verlauf aus den vergangenen drei Jahren zeigt sehr schön, in welcher Extremsituation wir uns derzeit befinden. So gut wie Trump hat es nicht einmal Putin mit dem Ukraine-Krieg hinbekommen.

Gleichzeitig haben die Maßnahmen der Bundesregierung zur Preisanpassung zu einem völlig veränderten Tageschart in der App geführt. Jetzt, wo die Preise nur noch einmal am Tag um 12:00 erhöht werden dürfen, steigen sie dort schlagartig um bis zu 17 cent an.

Anschließend rutschen sie im Laufe der folgenden 24 Stunden meist langsam ab, weil die Tankstellen dann nicht mehr erhöhen dürfen. Für die Verbraucher bedeutet dies ganz automatisch: Den günstigsten Sprit gibt es immer in der Zeit kurz vor 12:00. Aber besser nicht zu knapp vor 12:00 in der Schlange anstellen. Sonst läuft man vielleicht in die 12-Uhr-Erhöhung rein und ärgert sich gewaltig.

( MITI )

Blütenmeer in Weiß

Blühende Kirschbäume an der L32

Dort, wo viele Kirschbäume beisammen stehen, kann man derzeit ein Blütenmeer in Weiß beobachten, etwa an der Straße zwischen dem Nikolauskloster bei Aldenhoven und dem Schloss Dyck. Doch man muss sich ranhalten, denn die Pracht währt ganze zehn Tage. Dann ist der Blütentraum bereits wieder vorbei.

( MITI )

Art Düsseldorf 2026, Teil I

Art Düsseldorf 2026, Teil I
Düsseldorf, 17. April 2026

Toni Mauersberg, Eurotrance, 2026

Zum achten Mal öffnet in diesen Tagen die Art Düsseldorf ihre Pforten. In den ehemaligen Industriehallen des Böhler Areals an der Stadtgrenze zwischen Düsseldorf und Meerbusch zeigen in diesem Jahr 130 Galerien aus Deutschland und dem nahen Ausland vor allem junge, zeitgenössische Kunst.

Anfangs von der großen Art Cologne belächelt, hat sich die Art Düsseldorf längst etabliert. Und die Messe wächst, auch in für den Kunstmarkt herausfordernden Zeiten.

Bei meinem Messebesuch heute haben mich auf jeden Fall deutlich mehr Werke angesprochen, als auf der Art Cologne im vergangenen Herbst. Viele der interessanten Arbeiten stammen aus den Jahren 2024 und 2025, manches sogar aus 2026, ist also ganz „frisch“.

Kunstler:innen wie Jenny Michel, Sarah Schumann, Sven Kroner oder Tshepiso Moropa  sind mir hier zum ersten Mal begegnet. Alle mit Werken, für die ich mich sehr begeistern kann. Aber auch vertraute Künstler aus der Region sind erneut vertreten, etwa Cornelius Völker, Karin Kneffel oder Anys Reimann.

Hier eine Auswahl der Werke, die mir bei meinem dreistündigen Messebesuch am besten gefallen haben. Weitere folgen in der kommenden Woche in Teil 2 von „Art Düsseldorf 2026“.

( MITI )

Sie sind wieder da

Sie sind wieder da
Jüchen, 16. April 2026

Diese Tulpen hier stammen von Bauer Degenhardt, der auf den Vertrieb von Blumenzwiebeln spezialisiert ist.

Mitte April, die Tulpen des neuen Jahres recken ihre farbenfrohen Köpfe in den Himmel. Und erneut zieht es Menschen von nah und fern zu den Tulpenfeldern zwischen Glehn und Kapellen im Städtedreieck Neuss, Mönchengladbach, Grevenbroich, um das bunte Schauspiel zu bewundern.

Im Sinne einer guten Flurfolge werden jedes Jahr andere Feldflächen mit Tulpen belegt. Man muss die Felder deshalb erst einmal suchen. Ein großes Feld befindet sich derzeit bei der Hofsiedlung Busch, kurz vor Kapellen. Ich meine mich zu erinnern, dass auf der Nachbarfläche schon einmal Tulpen standen, im Jahr 2020 war das. Siehe hier. 

Auf jeden Fall ist die Landschaft dort nicht ganz flach, sondern etwas wellig, was den Fotos mehr Tiefe verleiht. Schön sieht das aus.

( MITI )

Arthena Foundation: Uncertain Maps

Arthena Foundation: Uncertain Maps
Düsseldorf, 15. April 2026

Abbildung der Wirklichkeit oder Fiktion, das fragt man sich bei vielen der ausgestellten Arbeiten

Ein wiederkehrendes Thema in Kunst und Literatur ist das Verhältnis zwischen der Realität und ihrer Abbildung.  Die „Karte ist nicht die Landschaft“ formulierte der polnisch-amerikanischen Philosoph Alfred Korzybski schon 1933. „Dies ist keine Pfeife„, betitelte der belgische Surrealist René Magritte eines seiner berühmtesten Werke von 1929, das zwar eine Pfeife zeigt, aber dennoch nur Farbe auf Leinwand bleibt. Rauchen kann man mit dieser Pfeife nicht.

Die Arthena Foundation greift dieses Spannungsfeld in einer sehenswerten Ausstellung in ihren Räumen im Düsseldorfer Medienhafen auf. Zahlreiche Künstler präsentieren originelle Auf- und Verzeichnungen von Reiseerlebnissen, detaillierte Entwürfe erdachter Orte und Länder. Kartografisch anmutende, zeichensprachlich oder ornamental wuchernde Strukturen formen sich zu ganz eigenen Weltentwürfen.

Vieles, was in Uncertain Maps zu sehen ist, bleibt uneindeutig: Handelt es sich um die Abbildung einer äußeren Wirklichkeit, von Landschaften und Städten? Sind es Versuche, innere, mentale Zustände aufzuzeichnen – emotionale oder kognitive Karten, die räumliche Informationen im Gedächtnis repräsentieren? Oder werden digitale Datenströme visualisiert und dadurch auf eine künstlerische Ebene gehoben?

Leider hatte ich bislang nicht die Gelegenheit, eine der regelmäßig Sonntags stattfindenden Führungen zu besuchen. Dort hätte ich auf manche meiner Fragen sicher eine Antwort erhalten.

( MITI )

Das Apfelbäumchen ist angewachsen

Das Apfelbäumchen ist angewachsen
Büttgen, 14. April 2026

Mein kleiner Wellant- vor der Terrassen-Treppe

Im Spätsommer des vergangenen Jahres habe ich ein kleines Apfelbäumchen bei mir im Garten gepflanzt. Eines von meiner Lieblingssorte: Wellant.

Das Apfelbäumchen ist angewachsen

Nicht nur Kirschblüten können ganz bezaubernd aussehen

Ich war gespannt, ob das Bäumchen an dem gewählten Standard anwachsen würde. Bevor ich in der Karwoche mit dem Wohnmobil aufgebrochen bin, sah man noch nichts. Doch jetzt, nach meiner Rückkehr, hat das Bäumchen fein geknospet und blüht ganz zart in Weiß und Rosa.

Ob das bedeutet, dass ich schon in diesem Jahr die ersten Äpfel werde ernten können? Ich glaube nicht, denn es dauert ja angeblich mindestens vier Jahre, bis sich die ersten Früchte zeigen.

Außerdem muss für eine gute Bienen-Bestäubung im Umfeld von 30 Metern ein weiterer blühender Apfelbaum stehen. Und das Rubinette-Apfelbäumchen, das wir im Gartenteil meiner Mutter gepflanzt haben, ist noch nicht so weit. Kommt aber vielleicht noch. Wir werden sehen.

( MITI )