Blog-Stillstand überwunden

Die WordPress-Maschine dreht sich wieder
Büttgen, 6. März 2026

Dieser WordPress-Blog ist so etwas wie mein persönliches Tagebuch. Fast viertausend Beiträge sind in den letzten 20 Jahre entstanden. Wenn man bedenkt, dass jeder Beitrag grob gerechnet eine Arbeitsstunde in Anspruch nimmt, für Fotos und Text, sowie die gesamte Wartung und Pflege des Systems, dann kommen für die 4.000 Beiträge annähernd zwei Arbeitsjahre á 40 Wochenstunden zusammen. Das hätte ich auch nicht gedacht.

Vielleicht nachvollziehbar, dass ich da ein wenig nervös werde, wenn der Blog plötzlich nicht mehr funktioniert. Backups habe ich genug, aber meistens entstehen ja Schwierigkeiten, wenn eine neue Software-Version von WordPress, eine neue PHP-Version (die Programmiersprache von WordPress) oder einzelne wichtige Erweiterungen (sogenannte Plugins) aktualisiert werden. Und dann geht es meistens nicht so einfach zurück, ohne Inhalte oder Funktionen zu verlieren.

Gerade hatte ich für zwei Wochen eine richtige Blog-Krise mit WordPress 6.9 und PHP 8.4. Leser werden es vermutlich gar nicht bemerkt haben, weil der Abruf der bisherigen Beiträge weiterhin einwandfrei funktionierte. Aber hinter den Kulissen knirschte es gewaltig – ich konnte keine neuen Fotos mehr hochladen, keine alten Beiträge editieren oder neue erstellen.

Und weil ein ausgefeilter WordPress-Blog ein komplexes Stück Software ist, bei dem auch so manches unsichtbar parallel im Hintergrund läuft, habe ich zwei Wochen immer wieder herumbasteln müssen, bis ich die ganze Maschinerie wieder gut am Laufen hatte. Kleine Defizite bleiben, aber mit denen kann ich erst einmal lesen. Gott sei Dank.

( Michael )

15 km auf dem Katzentrail

15 km auf dem Katzentrail
Burg Vogelsang, 4. März 2026

Blick von der Kickley hinunter ins Urfttal Richtung Gemünd

Vor anderthalb Jahren bin ich zuletzt den Katzentrail von Gemünd hinauf zur Burg Vogelsang gewandert und entlang der Urft durchs Urfttal zurück. Damals hat Doxi die Strecke mit 500 Höhenmetern in ihrem elften Lebensjahr noch geschafft, heute leider nicht mehr. Dafür sind die Hinterläufe der alten Dame nun zu schwach und ihre Hüfte zu wackelig. Aber sie hat fein draußen vor dem Wohnmobil auf mich gewartet und lag dort ganz entspannt, als ich nach knapp drei Stunden Wanderung zurückgekehrt bin.

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( Michael )

Erste Womo-Tour 2026

Erste Womo-Tour 2026
Wohnmobilhafen Gemünd, 3. März 2026

Sonnenaufgang über dem Kurpark von Gemünd

Meine erste Womo-Tour des Jahres führt mich nicht weit weg von zuhause, denn ich muss erst einmal schauen, was mit Doxi noch geht, wie ich sie mit ihrer wackeligen Hüfte ins Womo bekomme und wieder hinaus und ob sie noch an ihren Lieblingsliegeplatz unter dem Motorblock krabbeln kann und zurück.

Deshalb bin ich zunächst einmal nur die 100 km nach Gemünd in den Nationalpark Eifel gefahren. Hier stehen wir sicher, ich kann Doxi auch mal für eine mehrstündige Wanderung alleine draußen unter dem Wohnmobil lassen und es gibt gutes WLAN, sodass ich arbeiten kann.

Die gute Nachricht ist, es geht mit Doxi. Die schlechte: Die Duscharmatur hat sich über den Winter einen Frostschaden zugezogen und leckt, sobald ich die Wasserpumpe anschalte. Dadurch kann ich auch die anderen Zapfstellen in Küche, Bad und Toilette erst einmal nicht nutzen. Ja, geht immer was kaputt am Womo. Muss ich ein paar Tage mit Wasser aus dem Eimer leben, so ist es halt.

Aber ich freue mich, endlich mal wieder unterwegs zu sein, und das Wetter in dieser Woche ist einfach perfekt: jeden Tag 11 Stunden Sonne bei 17 Grad.  Komisch, dass der Womo-Stellplatz unter der Woche trotzdem so leer ist. Heute stehen hier nur fünf Fahrzeuge, wo es an Wochenenden bis zu 60 sein können. Ist aber nicht unangenehm.

( Michael )

Erich Kästner: Der März

Erich Kästner: Der März
Büttgen, 2. März 2026

von Erich Kästner, 1955

Sonne lag krank im Bett.
Sitzt nun am Ofen.
Liest, was gewesen ist.
Liest Katastrophen.

Springflut und Havarie,
Stürme und Lawinen –
gibt es denn niemals Ruh
drunten bei ihnen.

Schaut den Kalender an.
Steht drauf: „Es werde!“
Greift nach dem Opernglas.
Blickt auf die Erde.

Schnee vom vergangenen Jahr
blieb nicht der gleiche.
Liegt wie ein Bettbezug
klein auf der Bleiche.

Winter macht Inventur.
Will sich verändern.
Schrieb auf ein Angebot
aus andern Ländern.

Mustert im Fortgehn noch
Weiden und Erlen.
Kätzchen blühn silbergrau.
Schimmern wie Perlen.

In Baum und Krume regt
sich’s allenthalben.
Radio meldet schon
Störche und Schwalben.

Schneeglöckchen ahnen nun,
was sie bedeuten.
Wenn Du die Augen schließt,
hörst Du sie läuten.

( Michael )

Die Straßen von L.A.

Die Straßen von L.A.
Büttgen, 1. März 2026

Das grelle Licht und seine Schattenspiele in den Straßen von L.A.

Fast drei Jahre hingen bei mir oben im Flur Bilder, die Schattenspiele in den Straßen von L.A. symbolisieren sollen. Jetzt war es an der Zeit für einen Wechsel. Die neuen Bilder symbolisieren typische Motive aus Asien. Gerade weiß ich noch nicht, welche Serie mir besser gefällt, aber dank der Galerieschienen an der Wand lässt sich ja jederzeit im Handumdrehen umdekorieren. Vielleicht kommen die alten Bilder bald wieder zurück. Mal sehen.

( Michael )

Parkleuchten Grugapark Essen

Parkleuchten Grugapark Essen
Essen, 28. Februar 2026

Zahlreiche Bäume auf dem riesigen Parkgelände werden jetzt bunt angestrahlt, dazu gesellen sich künstlich geschaffene Lichtobjekte

Am letzten Abend des Essener Parkleuchtens habe ich es doch noch zum Grugapark geschafft, und mit mir tausende weiterer Besucher. War aber auch lange nicht das Wetter dafür und speziell bei mir auch nicht die Zeit, weil ich so viel für die Klausurvorbereitung (Prüfung gestern) lernen musste. Aber dieses Thema ist nun erst mal durch, hurra!

Für mich ist es das erste Grugaparkleuchten ever, aber nicht die erste Lichtveranstaltung überhaupt. Regelmäßig besuchen wir das jährliche Lichterfestival im Gartenpark von Schloss Dyck sowie das Glow!-Festival im niederländischen Eindhoven.

Im Vergleich dazu erstreckt sich das Gelände in Essen über eine noch größere Fläche, so kommt es mir zumindest vor. Allerdings sind hier etwas weniger spektakuläre und bislang ungesehene Lichtinstallationen im Start. Vieles ist ein wenig Standard der Lichtkunst: Bunt angestrahlte Bäume, dazu leuchtende, künstlich geschaffene Pflanzen und Tiere. Aber das soll keine Kritik sein. Der Bummel durch den illuminierten Park macht wirklich Freude und ich kann beobachten, dass die Veranstaltung viele Menschen begeistert – von ganz jung bis ganz alt.

( Michael )