Abi 40 Treffen

Abi 40 Treffen
Kaarst, 11. Juli 2026

Gruppenfoto nach 40 Jahren

Heute vor einer Woche hatten wir Abitreffen anlässlich des vierzigsten Jubiläums unseres Schulabschlusses. Nun sind auch die Fotos da. 1986 haben wir am Georg-Büchner-Gymnasium in Vorst die Abiturprüfungen abgelegt. Ich mit Mathe und Physik als Leistungskurs, sowie Englisch und Geschichte als Nebenfächer.

Erst wollten sie mich damals gar nicht zu den Klausuren zulassen, weil ich in einigen Kursen zu wenig präsent war. Einfach, weil ich zu dieser Zeit bereits kommerziell Software entwickelt habe. Da blieb nicht genug Zeit für so viel Schule 🙂

Damals, 1986, hat noch niemand ernsthaft mit einer baldigen Deutschen Wiedervereinigung gerechnet, Internet und Smartphones gab es noch nicht und Helmut „die Birne“ Kohl regierte als Kanzler einer konservativen Koalition von Bonn aus.

Vierzig Jahre ist das nun schon her. Die 30-Jahr-Feier vor zehn Jahren hatte ich leider verpasst und so habe ich einige der Mitschüler von damals mindestens 20 Jahre nicht gesehen, andere sogar noch länger. Es war ein schönes Fest mit viel Hallo und guter Stimmung bei herrlichem Wetter.

Viele von uns werden an diesem Abend sicherlich hin und wieder gedacht haben: Mann, wie alt wir nun schon sind. Mich hat es stellenweise sehr gerührt zu erfahren, was aus den jungen Menschen von damals geworden ist, was sie gelernt haben, wie sie in die Welt hinaus gezogen sind, um ihr Glück zu finden und Familien zu gründen.

Irgendwie schien ich an diesem Abend einer der ganz wenigen zu sein, die nie geheiratet und niemals Kinder bekommen haben. Aber auf jeden Fall war ich der einzige, der schon seit vielen Jahren nicht mehr im Berufsleben steht und nun, mit 59, sein Erststudium absolviert. Dafür habe einige ungläubige Blicke geerntet. Ist aber wahr. Wie das Leben halt manchmal so spielt.

( Michael Tischer )

Sommersalat mit Kichererbsen

Sommersalat mit Kichererbsen
Büttgen, 10. Juli 2026

Die Minze im Dressing sorgt für eine sommerliche Frische des Salats

Es wird schon wieder warm. Heute ist der erste Tag, an dem erneut die 30 Grad-Marke überschritten wird. Und so soll es auch in der kommenden Woche weitergehen.

Genau der richtige Moment, um ein Rezept für einen leichten Sommersalat mit gekochten Kichererbsen, kleingeschnittenen Tomaten, Gurke, Zwiebel und Granatapfelkernen auszuprobieren.

Als Dressing gebe ich eine im Mixer pürierte Mischung aus Skyr (Joghurt), etwas Honig und Salz, sowie frischen Minzblättern dazu. Das schmeckt durch die Minze schön nach Sommer und ist gut bekömmlich.

Sommersalat mit Kichererbsen

Vor dem Unterheben des Dressings: Das kleine rote Runde sind die Granatapfelkerne.

( Michael Tischer )

Die Große 2026, Teil I

Die Große 2026, Teil I
Düsseldorf, 9. Juli 2026

Ausstellungswand „das kleine Format“ mit Preisen ab 400 Euro

Heute ist der erste Tag nach meiner Zahn-OP, an dem ich wieder etwas unternehmen kann. Und da bin ich gleich mal nach Düsseldorf gerollt, um mir die GROSSE im Ehrenhof anzuschauen.

Die älteste und größte Verkaufsausstellung, die von Künstler*innen für Künstler*innen organisiert wird, zeigt in diesem Jahr mehr als 650 Kunstwerke im Kunstpalast, im NRW-Forum und im Außenbereich zwischen den beiden Museen.

Nahezu alle Medien und Genres der Gegenwartskunst sind vertreten: Expressives, Konzeptuelles, Experimentelles, Ornamentales, streng-geometrisch oder wild-gestisch, massiv oder zart, abstrahiert oder hyperrealistisch.

Die Bandbreite der gezeigten Exponate ist groß, ebenso wie die Preisspanne der ausgestellten Werke. Schon ab 400 Euro lassen sich Originale im „Kleinen Format“ erstehen, 60.000 Euro werden für das teuerste Kunstwerk der Ausstellung aufgerufen.

Mir haben in diesem Jahr deutlich mehr Exponate gefallen, als im vergangenen. Alle meine Favoriten passen gar nicht in einen Beitrag, deshalb hier nur der erste Schwung. Teil 2 und 3 folgen.

( Michael Tischer )

Doxi auf die Sprünge geholfen

Doxi auf die Sprünge geholfen
Büttgen, 8. Juli 2026

Die Teppiche dienen als Aufstehhilfe für Doxi am Morgen

Arme alte Doxi, kommt mit ihren schwächer werdenden Hinterläufen auf den glatten Fliesen an ihrem Lagerplatz in der Diele nicht mehr gut hoch. Zweimal ist das nun schon passiert, und jedes Mal hat sie mich ganz verzweifelt angeschaut, bis ich ihr dann wieder auf die Sprünge geholfen habe.

Doch in diesem Fall fällt die Abhilfe nicht schwer: Ich habe den Flur einfach mit rutschfesten Teppichen ausgelegt. Die haben viel mehr Grip und darauf kommt sie auch gut hoch. Und dann steht sie dort morgens wieder und wedelt mich an. Das ist doch schön.

( Michael Tischer )

Blutige Angelegenheit

Blutige Angelegenheit
Büttgen, 6. Juli 2026

Mein Blick aus dem Chirurgensessel

Puh, für jemanden, der nicht gerne zum Zahnarzt geht, sind 90 Minuten Kieferchirurgie schon nicht ohne. Ich wusste bereits länger, dass ein angebrochener Weisheitszahn im Oberkiefer entfernt werden muss, und nun habe ich es endlich machen lassen.

Allerdings hätte ich nicht mit einer so blutigen und stellenweise brutalen Aktion gerechnet –  aber der Kieferchirurg anfangs wohl auch nicht. Auf halber Strecke der OP musste er noch einmal die Technik wechseln, weil die Zahnwurzel so komplex mit dem Kiefer verwachsen war und einfach nicht herauskommen wollte. Also Zahnfleisch aufschneiden, Kieferknochen freilegen und abhobeln. Dann an die Zahnwurzel heranarbeiten und diese mit grober physischer Kraft stückweise herausbrechen.

Natürlich war ich gut in Zahnfleisch und Gaumen sediert, aber mental habe ich die gesamte  Prozedur nur einigermaßen überstanden, weil ich die ganze Zeit mit der Wiederholung meines Mantras beschäftigt war. Teilweise habe ich dadurch gar nicht schnell genug auf die Anweisungen des Arztes reagiert, weil ich mich so weg getrancet habe.

Hat das viele Meditieren in den letzten beiden Jahrzehnten also doch mal etwas gebracht, wie schön! Fünf Tage darf ich jetzt kein Sport und auch kein Yoga betreiben. Dafür ist die Wunde wohl zu groß und sie musste auch aufwändig vernäht werden. Aber egal, ich hab’s überstanden, und das bei vollem Bewusstsein.

Blutige Angelegenheit

Nur eines von mehreren mühevoll herausgebrochenen Zahnstücken

( Michael Tischer )

Offener Landtag NRW

Offener Landtag NRW
Düsseldorf, 5. Juli 2026

Blick in den Plenarsaal, sozusagen das Herz des Landtags

Heute habe ich den Tag der offenen Tür im Landtag NRW genutzt, um mir das architektonisch markante Gebäude unmittelbar am Rheinknie einmal von Innen anzuschauen. Denn so einfach und ohne Voranmeldung kommt man dort sonst gar nicht hinein. Das wollte ich ausnutzen.

Besonders viel los war im Landtag zur Mittagszeit nicht, auf jeden Fall kein Vergleich zu dem in unmittelbarer Nähe stattfindenden Frankreich-Fest mit zahlreichen Imbiss- und Verkaufsständen entlang der Rheinuferpromenade. Doch das war mir und einigen anderen Hobbyfotografen ganz Recht, denn dadurch konnte man im Landtag relativ ungestört Fotos machen.

Das aktuelle Landtagsgebäude wurde ab Beginn der 1980er Jahre errichtet und 1988 bezogen. Zuvor hatte der Landtag seit 1949 im ehemaligen Ständehaus am Schwanenteich getagt, das heute das Museum K21 beherbergt, jedoch für die parlamentarischen Anforderungen von Beginn an zu wenig Platz bot.

Den Entwurfswettbewerb für den neu zu schaffenden Landtagskomplex gewann 1981 das Architekturbüro Eller, Moser, Walter + Partner. Das dem Entwurf zugrunde liegende „Spiel mit Kreisen“ soll zum Ausdruck bringen, dass im Parlament die Räder ineinandergreifen wie bei einem Uhrwerk.

Offener Landtag NRWBeim Blick auf das Landtagsmodell im Foyer zeigt sich, wie Kreise und Kreissegmente die Architektur des Gebäudekomplexes prägen: In der Mitte steht der kreisrunde Plenarsaal. Drumherum gruppieren sich wie Satelliten die ebenfalls kreisrunden Sitzungs- und Fraktionssäle.

In weiteren kreisförmigen Elementen sind dazwischen Besucheraufzug, Abgeordnetenrampe und Ausschusssäle eingesetzt. Und schließlich öffnet sich der Haupteingang des Landtags als Dreiviertelkreis zu einem Vorplatz, der fließend in die Rheinuferpromenade überleitet.

Der Gegensatz zwischen großflächigen transparenten Fassaden aus Glas und Kupfer sowie von massiv wirkenden Pfeiler- und Mauerstrukturen, die mit Sandsteinplatten verkleidet sind, kennzeichnet das äußere Erscheinungsbild.

Auch vierzig Jahre nach seiner Errichtung wirkt der Bau auf mich luftig und modern. Nur an den vielen Kupferoberflächen erkennt man meiner Ansicht nach den vergangenen Design-Geist der Achtzigerjahre. Ich vermute, das würde man heute etwas anders machen. Aber immer noch ein gelungener, harmonischer Baukörper, in dem auch viel Kunst aus NRW präsent ist.

( Michael Tischer )