Drei Monate auf Beta-Glucan

Drei Monate auf Beta-Glucan
Büttgen, 29. April 2026

Beta-Glucane sind vor allem in der Hülle von Hafer und Gerste enthalten

Nahrungsergänzungsmittel sind ein riesiger Markt. Mir fiel das erstmals in den frühen 2000er Jahren auf, als ein Anbieter aus diesem Segment begann, regelmäßig einen der teuersten Werbeplätze im deutschen Print-Bereich mit seinen Anzeigen zu füllen: die Rückseite des ADAC-Magazins.

Durch das wachsende Gesundheitsbewusstsein ist die Nachfrage seitdem noch einmal explosionsartig angestiegen. Der Umsatz mit Nahrungsergänzungsmitteln für das Jahr 2026 wird allein in Deutschland auf 2 Milliarden Euro taxiert.

Ich halte eigentlich nichts davon. Viele versprochene Wirkungen sind medizinisch fragwürdig und in den meisten Bereichen liefert eine ausgewogene und vernünftige Ernährung unserem Körper alles, was er braucht.

Doch nun bin ich selbst auf ein Nahrungsergänzungsmittel gekommen, und zwar auf eines, dessen Wirksamkeit von der EU-Gesundheitsbehörde amtlich testiert ist: Beta-Glucan.

Das ist der Stoff aus der Schale von Gerste, Hefe und Hafer, der maßgeblich zur Gesundheitswirkung eines täglichen Haferfrühstücks beiträgt. Beta-Glucane legen sich wie eine Schutzschicht um die innere Darmwand. Wissenschaftlich nachgewiesen sind die positiven Auswirkungen auf Verdauung, Cholesterinspiegel und Immunsystem,

Das will ich jetzt einmal ausprobieren. Und weil ich nicht frühstücke und Haferbrei deshalb für mich nicht infrage kommt, nehme ich stattdessen täglich 1,5 Gramm Beta-Glucan in Kapselform zu mir. Der nächste große Blut-Check beim Hausarzt wird zeigen, ob sich dadurch tatsächlich eine Veränderung ergibt. Bis dahin bleibe ich in diesem Selbstversuch neugierig, aber skeptisch.

( MITI )

Deutsches Röntgen-Museum

Deutsches Röntgen-Museum
Lennep, 28. April 2026

Das Museum residiert in einem ehemaligen Patrizierhaus mit mehreren modernen Anbauten

Lennep ist der Geburtsort des Physikers Wilhelm Conrad Röntgen, der 1895 die nach ihm benannten Röntgenstrahlen entdeckte. Die Anwendung dieser „X-Strahlen“ (X für unbekannt) sollte später die medizinische Diagnostik, die Materialwissenschaft und die kosmologische Forschung revolutionieren.

Im Jahr 1901 erhielt Röntgen, ein äußerst bescheidener und gewissenhafter Mensch, für seine Entdeckung den ersten Nobelpreis der Physik. Die durchleuchtete Hand seiner Frau Bertha mit Ring ging als das erste Röntgenbild in die Menschheitsgeschichte ein.

In Lennep steht Röntgens Geburtshaus und hier residiert das Deutsche Röntgenmuseum, das ich bei meinem Rundgang durch die Altstadt von Lennep besucht habe.

In dem historischen Patrizierhaus mit mehreren modernen Anbauten wird Besuchern ein historischer und fachlicher Überblick über das Schaffen des berühmten Wissenschaftlers vermittelt. Außerdem wird die Nutzbarmachung der Röntgentechnik von ihrer Entdeckung bis in die Gegenwart dokumentiert. Zahlreiche interaktive Stationen laden zum Entdecken und experimentieren ein, ein Audioguide vermittelt auf Wunsch Hintergrundwissen.

Zur Sammlung des Museums gehören mehr als 150.000 Objekte, darunter Geräte und Apparate aus einer Zeitspanne von 100 Jahren zur Anwendung der X-Strahlen sowie persönliche Gegenstände aus dem Vermächtnis des Nobelpreisträgers. Zu sehen ist auch der Versuchsaufbau, mit dem Röntgen seinerzeit die Entdeckung der nach ihm benannten Strahlung gelang.

Ich habe das Museum, das von der Stadt Remscheid betrieben wird, als äußerst bereichernd und die Präsentation als absolut gelungen empfunden. Schön, dass ich diesen Abstecher noch unternommen habe, obwohl ich vom Wandern schon ein wenig k.o. war.

( MITI )

Paccheri con asparago verde

Paccheri con asparago verde
Büttgen, 27. April 2026

Ein Gericht in den Farben Italiens

Bei mir gibt es heute Riesenmakkaroni mit grünem Spargel und Kochschinken in Sahnesauce. Paccheri sind große Nudelröhren in kurze Stücke geschnitten. Tatsächlich sind sie bei der Verköstigung etwas unpraktisch, weil zu groß, um sie in einem Bissen aufzunehmen, aber ab und zu mag ich sie ganz gerne.

Paccheri con asparago verde

Spargel warmhalten, während die Sauce und die Nudeln fertig kochen

Während die Nudeln für ca. 15 Minuten kochen, wird zunächst der grüne Spargel in kurze Stück geschnitten und in Salzwasser mit etwas Zucker und Butter bissfest gekocht. Anschließend abgießen und dabei eine große Tasse Spargelwasser zurückbehalten.

Unterdessen wird der Kochschinken in kleine Stücke geschnitten und mit Öl in der Pfanne angebraten. Im nächsten Schritt das Spargelwasser und die Schlagsahne hinzugeben.

Das Ganze ordentlich salzen und pfeffern und etwas aufkochen lassen, bis es sich verdickt. Ich habe auch noch etwas Gran Padano gerieben und für einen deftigeren Geschmack zum Schmelzen in die Sauce gegeben.

Dann den warmgehaltenen Spargel unterheben und die Sauce auf dem Teller über die Nudeln geben. Ein schnelles, aber schmackhaftes Gericht mit dem Gemüse der Saison.

( MITI )

Bergischer Barock in Lennep

Bergischer Barock in Lennep
Lennep, 26. April 2026

Altes Rathaus vor der Stadtkirche am Marktplatz

Nach meiner Wanderung an der Wuppertalsperre besuche ich die historische Altstadt von Lennep.  Als Mitglied der Hanse und preußische Kreisstadt war Lennep lange Zeit eine der wichtigsten Städte des Bergischen Landes.

Bereits 1259 erhielt Lennep, das heute zu Remscheid gehört, Stadtrechte. Es zählt damit zu den ältesten Städten des Bergischen Landes. Neben Wipperfürth, Ratingen und Düsseldorf galt Lennep zudem als eine der vier Hauptstädte des Herzogtums Berg.

Lennep besitzt eine in der Grundstruktur mittelalterliche Altstadt, die zu den ausgewählten 35 historischen Stadtkernen Nordrhein-Westfalens zählt. Der Stadtgrundriss ist nahezu kreisrund.

116 Häuser des Stadtkerns, darunter viele Bauwerke des Bergischen Barocks, die nach dem verheerenden Stadtbrand von 1746 entstanden, stehen unter Denkmalschutz.

Der regionaltypische Architekturstil verbindet barocke Schmuckformen mit dem lokalen Lehmfachwerkbau. Für die bergische Bautradition typisch ist der schwarze Anstrich des Ständerwerkes, der weiße Anstrich der Fenster- und Türrahmen, die Kalkung der Gefache, der grüne Anstrich der Fensterläden und Türen und der Einsatz von rheinischem Schiefer zur Wandverkleidung.

Wenn man sich einen Eindruck verschaffen möchte, wie im 19. Jahrhundert die „heile Welt“ des Bergischen Landes aussah, ist man hier genau richtig.

( MITI )

Die Türen von Lennep

Die Türen von Lennep
Lennep, 26. April 2026

Typisch bergische Architektur

So viel gut erhaltener Bergischer Barock aus dem späten 18. und dem 19. Jahrhundert wie in Lennep, trifft man selten an. Und da gibt es natürlich auch jede Menge ansehnliche Türen und Portalen zu bestaunen. Hier meine „Fundstellen“ aus Lennep, einer der vier früheren Hauptstädte des Bergischen Landes.

( MITI )

Wuppertalsperre im Frühling

Wuppertalsperre im Frühling
Wuppertalsperre, 25. April 2026

Blick auf die Wuppertalsperre

Perfektes Wanderwetter heute. Ich laufe eine schöne Runde im Bergischen Land an der Wuppertalsperre zwischen den Städten Remscheid, Radevormwald und Hückeswagen. Startpunkt ist die Dörperhöhe, kurz vor der einzigen offiziellen Badestelle und Marina an der Wuppertalsperre. Dort gibt es auch einen kostenlosen Womo-Stellplatz.

Unter ständigem Auf und Ab geht es zunächst ins Feldbachtal und anschließend quer zum Dörpetal hinunter zur Hangberger Mühle am Zusammenfluss von Mühlbach und Dörpe.

Wie viele Bäche in der Region, strebt auch die Dörpe der Wuppertalsperre zu, die zwischen 1960 und 1987 errichtet wurde und im Wesentlichen der Niedrigwassererhöhung, dem Hochwasserschutz der Wupper und der Wasserkrafterzeugung dient

Nach einem steilen Anstieg erreiche ich die hübsche Friedenskapelle am „Großen Berg“ mit Blick auf die Wuppertalsperre im Hintergrund. Ich bin kurz versucht, die Glocke am äußeren Glockenturm zu läuten, aber das lasse ich dann doch lieber.

Von dort geht es durch das Naturschutzgebiet Dörpetal hinunter zur Dörpetalsperre, die in die Wuppertalsperre mündet. Anschließend steige ich wieder zu meinem Startpunkt an der Dörperhöhe auf, den ich nach zwei Stunden und sieben Wanderkilometern wieder erreiche. Eigentlich war die Wanderung noch etwas länger geplant, doch ich bin nach einer intensiven Woche der Handwerkerei ein wenig schlapp in den Beinen. Reicht aber auch.

( MITI )