
Die Sammlung Philara in der ehemaligen Glasfabrik Lennertz in Düsseldorf Flingern
Unter dem Titel „House of Balagan“ präsentiert die Sammlung Philara anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens in Düsseldorf Flingern eine umfassende Auswahl aus der Sammlung Gil Bronners. Die Kollektion des Immobilien-Entwicklers und Philara-Gründers umfasst heute annähernd 2000 Werke.
Das nach Bronners Kindern benannte Ausstellungshaus in der ehemaligen Glasfabfrik Lennartz hat sich in den vergangenen Jahren als wichtiger Bestandteil der zeitgenössischen Kunstszene in Düsseldorf etabliert. Gezeigt wird eine große Bandbreite an Einzel- und Gruppenausstellungen, sowie Tanz, Theater, Konzerte, Talks und Symposien
Der Titel der aktuellen Jubiläumsausstellung „Balagan“ stammt aus dem Jiddischen und bedeutet so viel wie sympathisches Chaos, Durcheinander oder Kuddelmuddel. Der Begriff beschreibt eine verwirrende oder zumindest unübersichtliche Situation, was dem in Interviews immer wieder bekundeten Selbstempfinden von Bronner über seine Sammlungstätigkeit wohl nahekommt.
In „House of Balagan“ treffen großformatige Installationen von Melissa Gordon oder Tarik Kiswanson auf kleine, intime Papierzeichnungen von Rosa Loy oder Corinne von Lebusa. Auch Bronners allererster Ankauf vom Anfang der 1990er Jahre ist in der Ausstellung zu sehen: das Bildnis „Der Seher“ des spanischen Künstlers Miguel Ángel Campano.
Ein Teil der Ausstellung setzt mit gesellschafts- und geschichtspolitischen Bezügen inhaltliche Schwerpunkte, etwa beim Thema Körperlichkeit. Ein spannendes Potpourri mit Werken von teils bereits etablierten, aber auch aufstrebenden Künstlern.





