
Übersetzen von Honnef nach Rolandswerth mit dem Art Museum im Hintergrund
Nahe der Anlegestelle der Rheinfähre Honnef liegen auf der linksrheinischen Seite am Ortsrand von Rolandswerth die „Geheimen Gärten“, die von den Künstlern Caroline Bittermann und Peter Duka in den Jahren 2002 bis 2004 auf Basis des existierenden Lenzenparks geschaffen wurden. Die Arbeit ist Teil des Langzeitprojektes „Skulpturenufer Remagen“ des Arp Museums Bahnhof Rolandseck.
Das Konzept der „Geheimen Gärten“ lehnt sich an die Schriften von Novalis (1772–1801) an. Im „Allgemeinem Brouillon“ von 1798 schrieb der Dichter: „Die vollendete Speculation führt zur Natur zurück“.Diese Aussage wurde von den Künstlern in drei Teile aufgelöst: Der erste Teil „Die vollendete Speculation“ ist als Schriftzug auf dem Haupttor des Parks realisiert. Der zweite Teil wurde als Silbenrätsel auf einem übergroßen Pflanzen-Turm umgesetzt, der die Mitte des Parks bildet. Zuletzt steht der dritte Teil des Satzes „zur Natur zurück“ in Spiegelschrift über dem rückwärtigen Ausgang des Parks, der rekonstruiert worden ist.
Es wirkt alles ein wenig „phantastisch“ hier, aber genau das verbindet den Park perfekt mit dem Schaffen von Novalis. Es ist eine rhetorische Landschaft, die sowohl ein gestaltetes, an der Natur orientiertes bildliches oder textliches Fragment sein kann. Darüber hinaus ist der Garten mit seinen vielen Bänken auch ein sozialer Kommunikationsraum, der zum gemeinsamen Träumen einlädt.





