
Beta-Glucane sind vor allem in der Hülle von Hafer und Gerste enthalten
Nahrungsergänzungsmittel sind ein riesiger Markt. Mir fiel das erstmals in den frühen 2000er Jahren auf, als ein Anbieter aus diesem Segment begann, regelmäßig einen der teuersten Werbeplätze im deutschen Print-Bereich mit seinen Anzeigen zu füllen: die Rückseite des ADAC-Magazins.
Durch das wachsende Gesundheitsbewusstsein ist die Nachfrage seitdem noch einmal explosionsartig angestiegen. Der Umsatz mit Nahrungsergänzungsmitteln für das Jahr 2026 wird allein in Deutschland auf 2 Milliarden Euro taxiert.
Ich halte eigentlich nichts davon. Viele versprochene Wirkungen sind medizinisch fragwürdig und in den meisten Bereichen liefert eine ausgewogene und vernünftige Ernährung unserem Körper alles, was er braucht.
Doch nun bin ich selbst auf ein Nahrungsergänzungsmittel gekommen, und zwar auf eines, dessen Wirksamkeit von der EU-Gesundheitsbehörde amtlich testiert ist: Beta-Glucan.
Das ist der Stoff aus der Schale von Gerste, Hefe und Hafer, der maßgeblich zur Gesundheitswirkung eines täglichen Haferfrühstücks beiträgt. Beta-Glucane legen sich wie eine Schutzschicht um die innere Darmwand. Wissenschaftlich nachgewiesen sind die positiven Auswirkungen auf Verdauung, Cholesterinspiegel und Immunsystem,
Das will ich jetzt einmal ausprobieren. Und weil ich nicht frühstücke und Haferbrei deshalb für mich nicht infrage kommt, nehme ich stattdessen täglich 1,5 Gramm Beta-Glucan in Kapselform zu mir. Der nächste große Blut-Check beim Hausarzt wird zeigen, ob sich dadurch tatsächlich eine Veränderung ergibt. Bis dahin bleibe ich in diesem Selbstversuch neugierig, aber skeptisch.






