
Die Ausstellung sucht die Verbindung von Kunst und Floristik
Ui, ist hier was los. So voll erlebe ich den Düsseldorfer Kunstpalast an einem Wochentag eher selten und in der Regel auch nur, wenn es etwas ganz Besonderes zu sehen gibt. In Scharen strömen die Menschen zur Dritten Ausgabe des „Palastblühen“, das in diesem Jahr vom 17. bis zum 26. April stattfindet.
Viel Zeit bleibt also nicht, um die Sonderausstellung zu besuchen, die passend zum Frühlingsbeginn eine Verbindung zwischen Kunst und Floristik herzustellen versucht. Rund 30 Objekte aus der bekannten Sammlung des Kunstpalasts werden durch florale Kreationen ergänzt, die in einen Dialog mit den jeweiligen Bildern treten.Seien es Parallelen in der Farbgestaltung von Bildern und Blumengestecken, eine überbordende Üppigkeit von Pflanzen und Bildmotiven, oder die Luftigkeit von hängenden Orchideen in einem besonders hohen Ausstellungsraum: acht renommierte Florist*innen sind der Einladung des Kunstpalastes gefolgt, sich mit der Sammlung auseinanderzusetzen und Interpretationen in Bezug auf Raum und Objekt zu entwickeln.

Orchideen in luftiger Höhe
Die floralen Installationen mit Echtblumen sind naturgemäß nur für kurze Zeit präsentabel und schaffen sowohl visuell als auch olfaktorisch besondere Sinneseindrücke. Offensichtlich hat sich das herumgesprochen, denn nach meinen Erinnerungen war der Andrang beim Palastblühen im letzten Jahr noch nicht ganz so groß.
Tatsächlich sind vergleichbare Präsentationsformate In den USA bereits in mehreren Museen etabliert. Doch in Deutschland ist der Kunstpalast das erste Museum, das mit einem Projekt dieser Größenordnung aufwartet.
Mich erinnert es auch ein wenig an die Rundgänge in der naheliegenden Düsseldorfer Kunstakademie zum Ende jedes Semesters. Dort werden die ausstellenden Studenten traditionell mit üppigen Blumensträußen voller exotischer Pflanzen beschenkt. Auch das fasziniert mich immer wieder aufs Neue.





