
Abends bei uns im Feld
Nach zwei Wochen extremer Juni-Hitze in ganz Europa soll ab Morgen erst einmal wieder normales Sommerwetter mit Temperaturen von 24 bis 26 Grad Einzug halten. Wird aber auch Zeit, die Menschen und auch die Infrastruktur in Deutschland sind mittlerweile ganz schön belastet und gestresst. Gestern und heute sind mit 41,3 bzw. 41,5 Grad noch einmal neue Temperaturrekorde in Deutschland gefallen. Bei mir im Wohnmobil im Garten waren es gestern Nachmittag sogar 45 Grad. Schwitz, schwitz, kein Witz.
In der ersten Hitzewoche konnte ich mein Haus dank der großen Dachflächenfenster noch über Nacht etwas abkühlen, doch in den vergangenen Tagen sind auch die Nachttemperaturen nicht mehr unter 25 Grad gefallen. Gut, dass ich vor einigen Jahren eine mobile Klimaanlage angeschafft hatte. Habe ich ewig nicht mehr benutzt, aber gerade geht es nicht anders, damit ich zumindest ein Schlafzimmer etwas abkühlen und überhaupt nächtigen kann.
Doxi lasse ich zurzeit einfach auch über Nacht im Garten, weil es dort für die alte Dame angenehmer ist, als im Haus. Tagsüber liegt sie wechselweise in einer der Erdkuhlen, die sie sich unter den Sträuchern und Hecken im Garten gebuddelt hat, und macht einfach gar nichts. Ab und zu schaue ich nach ihr, bürste sie ein wenig mit kaltem Wasser ab und reiche Leckerchen.
Auch ich habe mich in mein abgedunkeltes Büro zurückgezogen. Für das Lernen ist das ja ganz praktisch, auch wenn es gestern und heute dort ebenfalls dreißig Grad hatte. Abends drehe ich ab 21:30 eine Runde durch die Felder, in denen es dann langsam abkühlt – das sind gerade die schönsten Momente des Tages. Die Kartoffeln blühen und die ersten Kornfelder sind auch bereits abgeerntet. Ein untrügliches Zeichen, dass das erste Halbjahr bald schon wieder vorbei ist.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Extremhitze nicht so schnell zurückkehrt, sonst haben wir hier alle echt ein Problem.







